Legal Tech, Privacy Tech und SaaS-Recht

Rechtsberatung für Anbieter und Anwender digitaler Rechts- und Datenschutzlösungen: von der Abgrenzung nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz über SaaS-Verträge und Datenschutz bis zur KI-Verordnung.

Digitale Rechtsprodukte brauchen eigene Rechtsgrundlagen

Legal-Tech-Angebote bewegen sich an der Schnittstelle von Rechtsdienstleistungsrecht, Datenschutz, Vertragsrecht und zunehmend KI-Regulierung. Wer eine Plattform oder ein Tool entwickelt, muss klären, ob sein Angebot eine Rechtsdienstleistung darstellt, wie Daten von Mandanten oder Betroffenen verarbeitet werden dürfen und welche Haftung er übernimmt. Wer ein solches Tool einsetzt, etwa in einer Kanzlei oder Rechtsabteilung, muss Verschwiegenheit, Datenschutz und die Einbindung externer Dienstleister regeln.

Privacy Tech ist dabei ein Sonderfall: Software, die datenschutzrechtliche Pflichten technisch umsetzt, etwa Einwilligungsverwaltung, Auskunftsprozesse, Löschkonzepte oder Verzeichnisse von Verarbeitungstätigkeiten. Sie ist selbst datenschutzrelevant und soll zugleich Compliance herstellen.

Fachliche Grundlage

Ich habe die Stichwörter IoT und Privacy Tech im von Martin Ebers herausgegebenen StichwortKommentar Legal Tech (Nomos, 2023) bearbeitet und mit Matthias Struck den Beitrag „Privacy Tech als Anwendungsfall für Legal Tech Applikationen“ in der Zeitschrift für die digitale Rechtsanwendung (LTZ 4/2022) verfasst. Ich bin ELTA Ambassador für Deutschland (European Law Technology Association) und Co-Chair des IAPP KnowledgeNet Chapter Rhein-Ruhr.

Beratung für Anbieter und Anwender

Für Legal-Tech-Start-ups, SaaS-Unternehmen, Kanzleien und Rechtsabteilungen.

  • Rechtsdienstleistungsrecht — Abgrenzung zwischen zulässigem Legal-Tech-Angebot und Rechtsdienstleistung, Registrierung und Geschäftsmodellprüfung
  • SaaS-Verträge und AGB — Kundenverträge, Leistungsbeschreibung, SLA, Haftungsbegrenzung, Vertragslaufzeit und Exit
  • Datenschutz für digitale Produkte — Rollenverteilung, Auftragsverarbeitung, Datenschutzfolgenabschätzung, Datenschutz durch Technikgestaltung
  • Privacy-Tech-Einsatz — Auswahl und Vertragsgestaltung bei Tools für Einwilligung, Auskunft, Löschung und Verarbeitungsverzeichnisse
  • KI im Produkt und in der Kanzlei — Einstufung nach der KI-Verordnung, KI-Kompetenz, Verschwiegenheit und Datenschutz beim Einsatz generativer KI
  • Einbindung externer Dienstleister — berufsrechtliche Anforderungen für Kanzleien, etwa nach § 43e BRAO, und vertragliche Absicherung
  • IoT und vernetzte Produkte — Datenzugang, Datenschutz und Produktsicherheit für Geräte und verbundene Dienste

FAQ: Legal Tech, Privacy Tech und SaaS

Abgrenzung, Berufsrecht und Verträge.

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